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Sind teure Shampoos besser als Günstige?

Inhalt und Wirkung des Shampoos

Um die Frage zu klären, ob teure Shampoos besser als die günstigen Alternativen sind, muss man zunächst einmal verstehen, was Shampoo eigentlich ist und was es enthält. Grundsätzlich ist Shampoo ein englischer Begriff für Haarwaschmittel, der sich im deutschsprachigen Raum durchgesetzt hat. Früher reinigte man seine Haare überwiegend mit Wasser und Seife - Letztere verträgt sich allerdings nicht sonderlich gut mit den Schleimhäuten der Augen und der Haut. Aus diesem Grund wurden spezielle Haarwaschmittel entwickelt, die auf die speziellen Bedürfnisse der Haare und Kopfhaut optimiert sind. Das Shampoo selbst besteht aus diversen zum Teil natürlichen Stoffen, die das Haar waschen, ohne es zu strapazieren. Für jeden Haartyp, also trocken, fettig, normal oder gefärbt, gibt es ein passendes Shampoo. Sie enthalten spezielle Waschsubstanzen, Tenside genannt, welche einem bestimmten Haartyp gut tun. Neben Tensiden sind in Shampoos noch bis zu 20 andere Inhaltsstoffe zu finden. Welche das genau sind, hängt vom jeweiligen Hersteller ab. Einige Substanzen stabilisieren das Haarwaschmittel und machen es so haltbar, andere entfalten die spezielle Wirkung des Shampoos. So bewirken „Conditioner“ wie Silikone oder Ceramide, dass sich das Haar glatt und weich anfühlt und leicht kämmen lässt. Wenn das Shampoo nach Pfirsich oder Vanille riecht, dann sorgen Duftstoffe für diesen schönen Geruch. Diese Duftstoffe sind zum Teil notwendig, um den unschönen Eigengeruch des Waschmittels zu übertünchen. Des Weiteren setzt sich ein Shampoo aus verschiedenen Hilfsstoffen zusammen: Kochsalz, Zitronensäure oder „Tetrasodium EDTA“ stabilisieren das Produkt während Konservierungsstoffe wie „Methylparaben“ und andere Konservierungsstoffe das Haarwaschmittel haltbar machen. Damit Shampoo in der Flasche nicht austrocknet, nutzen die Hersteller Feuchthaltemittel wie „Benzyl Benzoat“.

Ist der Chemie-Cocktail gefährlich?

Die Inhalte aus Kosmetika geraten immer wieder in die Schlagzeilen. Häufig lässt sich aber nur schwer prüfen, ob an den Behauptungen etwas dran ist. Im Jahr 2004 beschrieben britische Forscher, Parabene in den Gewebeproben ihrer Brustkrebs-Patientinnen gefunden zu haben. Diese Konservierungsmittel sind in vielen Kosmetika - darunter auch Shampoos - zu finden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dementierte diese Folgerung mit der Behauptung, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, dass Parabene das Brustkrebsrisiko erhöhen. Als Verbraucher sollte man allerdings auf Tenside achten. Natriumlaurylsulfat zum Beispiel schäumt und reinigt beim Waschen äußerst gut, hat aber den Nachteil, dass dadurch die Kopfhaut bei empfindlichen Personen sehr trocken wird. Durch die Hautreaktion entstehen Jucken und Rötungen. In diesem Fall ist der Kauf von Shampoos mit milden Tensiden zu empfehlen. Sie schonen eine sensible Kopfhaut und befreit die Haare gleichzeitig von Schmutz und Fett. Tenside können die Haut zwar reizen, lösen jedoch keine Allergien aus. Bei Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen sieht es anders aus. Es entsteht häufig eine Kontaktallergie, bei dem der Körper mit starkem Juckreiz beziehungsweise Rötung reagiert. Die Allergie wird häufig nicht erstmals durch das Shampoo ausgelöst, Betroffene waren dem Allergen in der Vergangenheit bereits ausgesetzt. Duftstoffe, die bei Menschen häufig Allergien auslösen, müssen von den Herstellern von Kosmetikprodukten seit 2005 einzeln aufgelistet werden. Zu den 26 potenziellen Kandidaten für eine Allergie gehören Substanzen wie Hydroxycitronellal, Isoeugenol oder Zimtaldehyd. Eine Liste mit allen aufzuführenden Substanzen finden Sie hier.

Teuer ist nicht gleich besser

Kommen wir nun zur Frage, ob teure Shampoos automatisch besser sind als billige Waschmittel - schließlich sollte die Investition die Verwendung besserer Inhaltsstoffe garantieren. Falsch: Wie ein Test von RTL zeigt, bei dem 22 „normale“ sowie drei Naturkosmetik-Shampoos unter die Lupe genommen wurden, schnitten fast alle „gut“ ab. Drei der getesteten Produkte waren allerdings nur „ausreichend“, drei weitere sogar „ungenügend“. Lediglich die Bio-Kosmetikprodukte schnitten alle drei mit „sehr gut“ ab und setzen neue Maßstäbe. Problematisch dagegen sind die 16 konventionellen Shampoos, die als „gut“ befunden wurden. Alle hatten dasselbe Problem: Sie enthielten PEG beziehungsweise PEG-Derivate. Diese Stoffe übernehmen die Funktion der Seife und sollen Fette und Talg wasserlöslich machen. Dadurch wird die Kopfhaut allerdings durchlässig für Schadstoffe. Wie kommt es also dazu, dass einige Produkte viel teurer sind als die Konkurrenz? Dies ist in den meisten Fällen mit dem hohen Forschungsaufwand je Flasche zu begründen. In vielen Fällen wird aber auch einfach nur der Name eines prominenten Designers oder Friseurs mitbezahlt. Spätestens bei dem Versprechen, selbst Haarbruch zu reparieren, sollten Verbraucher stutzig werden: Ist Haar erst einmal kaputt, tritt Spliss auf, das Haar lässt sich folglich nicht reparieren.

Investieren Sie Zeit statt Geld

Anstelle der unnötigen Investition in teure Shampoos sollten Menschen, die mit splissigem, brüchigem oder strapaziertem Haar zu kämpfen haben, das Waschen und Pflegen trennen. Es ist sinnvoll, ein günstiges Shampoo zu wählen und dieses regelmäßig mit einer Kur zu ergänzen. Investieren Sie Ihr Geld auch in den sorgfältigen Umgang mit Kopfhaut und Haaren. Trocknen Sie Ihre Haare nach dem Waschen möglichst lange und langsam an der Luft. Wer sie aus Zeitgründen Föhnen muss, sollte dies schonend und bei niedriger Temperatur tun. Auch der häufige Einsatz von Glätteisen oder einer Dauerwelle ist nicht zu empfehlen. Die große Hitze schadet dem Haar auf Dauer.

Artikelbild: © Petrenko Andriy / Shutterstock

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